Neues aus dem Diözesanverband: Auseinandersetzung mit Caritas-Direktor Dr. Magg endete konstruktiv

csm_Caritas_Pflege_Gespraech_Dr._Magg_06.2021_762137f4e6KAB: geschäftsführende Diözesanverbandsleitung (DVL) trifft Caritas-Direktor – Konsens nach an-fänglichem Schlagabtausch

Zu einem Austauschgespräch aus Anlass der Weigerung der Caritas, einer Allgemeinverbindlichkeit  zu einem Tarifvertrag in der Altenpflege zuzustimmen, kam es kürzlich in Augsburg. Die geschäftsführende DVL der KAB Augsburg kam mit Diözesan-Caritasdirektor Dr. Andreas Magg in einer virtuellen Konferenz zusammen. Nach anfänglicher Kritik konnte bald der Konsens wiederhergestellt werden.

Auf Einladung von Diözesanpräses Georg Steinmetz fand das Treffen des Vorstands der KAB Augsburg mit Diözesan-Caritasdirektor Dr. Magg statt. Nachdem es im Vorfeld zu Unstimmigkeiten gekommen war, freute sich dieser, dass es nun zu einem direkten Austausch komme. Diözesansekretär Peter Ziegler betonte den Anspruch des Verbands, für eine angemessene Entlohnung der Beschäftigten in der Pflege einzutreten. Hierbei bezweifelte er die Position der Caritas, dass eine höhere Entlohnung als der des allgemeinverbindlichen Mindestlohns als „unwirtschaftlich“ bewertet und daher nicht refinanziert würde. Dr. Magg betonte den Einsatz der Caritas für die eigenen Beschäftigten, die sich mit dem vorgeschlagenen Tarifvertrag schlechter gestellt hätten. Zudem verwahrte er sich gegen den Eingriff des Staates in die Tarifautonomie. Er bedauerte, dass die Gewerkschaft ver.di sich der Mitarbeit im Dritten Weg verweigern würde. Dies sei einer der Hintergründe, weshalb der Konflikt im März derart hochgekocht sei.

Aufgrund der aktuell neuen Rahmenbedingungen fragte Ziegler nach der Einschätzung, inwieweit die Vorlage aus dem Hause Spahn nach Einschätzung von Herrn Dr. Magg dazu führen könnten, dass neue Gefälligkeits-Tarifverträge entstehen könnten. Dieser schätzte die Gefahr als eher gering ein. Darüber hinaus sei es dringend geboten, den Eigenanteil der Pflegebedürftigen zu begrenzen, denn eine Lohnerhöhung auf der einen Seite hätte zwangsläufig eine Kostensteigerung bei den Pflegebedürftigen zur Folge.

In der Folge kam man überein, das Thema Pflege einmal grundsätzlicher angehen zu müssen – es brauche eine gesellschaftliche Debatte darüber, was Pflege eine Gesellschaft kosten dürfe. Hier sei ein Mix verschiedener Versorgungsformen dringend geboten. Auch müsse ein Pflegeheim sein immer noch negatives Image in der Gesellschaft verlieren. Es wurde beschlossen, nach der Bundestagswahl wieder zusammenzukommen, um sich weiter diesem Thema zu widmen. Dann seien nicht nur die Ohren der politisch Verantwortlichen offen, sondern es gebe auch die Bereitschaft, etwas anzugehen…

Neues aus dem Bundesverband: Statement zu Spahns Pflegereform

Tarifbindung in der Pflege muss auch bessere Vergütung beinhalten

 

Bild: pixabay.com, David Mark
Bild: pixabay.com, David Mark

„Pflegekräfte und Pflegende haben mehr verdient, als nur einen angemessenen Lohn“, betont Andreas Luttmer-Bensmann. Der Bundesvorsitzende der KAB Deutschlands begrüßt, dass Gesundheitsminister Jens Spahn mit dem Versorgungs-Weiterentwicklungsgesetz auch die Tarifbindung für die etwa 30.000 Pflegeheime und Pflegedienste einführen will.

„Der Druck von Gewerkschaften und Arbeitnehmerbewegungen hat endlich dazu geführt, dass kurz vorm Ende der Legislaturperiode in Berlin die notwendigen Hausaufgaben gemacht werden und nicht nur unverbindlich Beifall geklatscht wird“, so der Bundesvorsitzende.

Wettbewerb in der Pflege und den Pflegeeinrichtungen müsse laut KAB die Qualität erhöhen und darf nicht zu schlechterer Versorgung und schlechteren Arbeitsbedingungen führen. Mit der jetzt vorliegenden Tariftreueregelung und dem Ziel einer besseren Personalausstattung sowie der Bezuschussung der Eigenanteile haben SPD und Union das Problem endlich erkannt. Wichtig sei es, so Luttmer-Bensmann, dass bundesweite Flächentarife mit fairen Löhnen wie der ausgehandelte Altenpflegetarif angewendet werden und es keine regionalen Abschlüsse geben darf. Als unausgereift bezeichnet der KAB-Bundesvorsitzende die Finanzierungspläne von CDU-Gesundheitsminister Spahn. „Es darf keine Pflege nur für Gutverdienende geben. Zu Pflegende und Angehörige brauchen eine klare Ansage zu den Kosten“, so die KAB. Statt prozentual gestaffelter Zuschüsse bräuchten die Betroffenen eine kalkulierbare Deckelung der Eigenanteile.

Spahn vergisst die pflegenden Angehörigen

Kritik übte die KAB Deutschlands auch an der ambulanten Versorgung. Immer noch werden gut neunzig Prozent zu Hause von Angehörigen gepflegt. „Der Gesundheitsminister hat mit seinen Pflegereformplänen die Millionen pflegenden Angehörigen vergessen“, beklagt Luttmer-Bensmann. Die KAB fordert eine Aufwertung der häuslichen Pflege und eine Anhebung des Pflegegeldes für Angehörige.

(Quelle: KAB Deutschland e.V.)

KAB auf Lukas‘ Spuren: In Bewegung – in Begegnung Gemeinsam unterwegs mit Gottes Wort

Heade_Bibelwochen

Bibelwochen in Memmingen vom 23. Mai – 13. Juni 2021

„Lassen wir uns von Gottes Wort „in Bewegung und in Begegnung“ bringen!“ Dazu ruft die Cityseelsorge Memmingen auf. Die KAB folgt diesem ruf nur zu gern und bietet eine dafür eigens zusammengestellte Schnitzeljagd an.

Von Reichtum und Armut – Mit dem Evangelist Lukas auf Schatzsuche durch Memmingen. Auf einer Schnitzeljagd für „Klein und Groß“ durch Memmingen wollen wir dich einladen Fragen zu „Geld – Gott – Gerechtigkeit“ im Kontext des Lukasevangeliums näher zu kommen. Das Evangelium von Lukas enthält spannende Punkte zum Thema „Reichtum und Armut“, die in unserer Zeit nicht an Wichtigkeit verloren haben und die es zu entdecken gilt. Du wirst sehen, es lohnt sich. Lasse dich auf eine Stadterkundung der besonderen Art ein. Unterwegs löst Du immer wieder Rätsel, um den nächsten Weg zu finden. Zu jeder Station erhältst du eine Info-Karte, die du auch im Nachhinein jederzeit nutzen kannst. Das Material wird nach Anmeldung mit der Post zugesandt.Anmeldung mit Name und Kontaktdaten bis spätestens 31. Mai 2021 im Büro der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (Waldhornstr. 20, 87700 Memmingen, 08331 82894 oder buero.memmingen@kab-augsburg.org)Ansprechpartnerinnen: Myriam Grammer, KAB-Referentin, Dorothee Schindler, Betriebsseelsorgerin

Das ist aber nur eins von vielen weiteren Angeboten der Aktionswochen. Mehr Infos findest du hier.

Bild: https: Cityseelsorge Memmingen

Neuer Glanz für Mariengrotte: Ortsverein Erkheim beteiligt sich am Glücksweg

Bild: M. Huber, Mariengrotte Daxberg
Bild: M. Huber, Mariengrotte Daxberg

Im Rahmen der von der EU geförderten Erlebnisraumgestaltung im Landkreis Unterallgäu wurden „Glückswege im Allgäu“  durch verschiedene Maßnahmen für Einheimische und Gäste „erlebbar“ gemacht. Anlass dazu ist das Jubiläumsjahr zum 200. Geburtstag von Pfarrer Sebastian Kneipp. Dieser hat seine Wurzeln im Allgäu und ist für sein ganzheitliches Gesundheitskonzept bekannt. Er gründete unter anderem zahlreiche Stiftungen, die Patientinnen und Patienten – egal ob reich oder arm – zu einer gesunden Lebensweise verhelfen sollten und wurde Namensgeber der noch heute durchgeführten Kneipp-Kur.

Diesen Rahmen nahm die KAB Erkheim wahr um ihre Patenschaft für die Daxberger Mariengrotte aufleben zu lassen und gestaltete sie zu einem Highlight des Glücksbaum-Pfades. Neben vielen thematisch aufbereiteten Spazier-, Wander- und Radewegen widmet sich der Glücksbaum-Pfad dem Thema Wald als Mikrokosmos aus Bäumen, Pflanzen und Tieren.

Bild: J. Huber
Bild: J. Huber

Die Mariengrotte ist schon seit Jahrzehnten ein Pilgerort und eine Anlaufstelle für ein inneres zur Ruhe kommen. Daher haben die Erkheimer KAB-Mitglieder keine Kosten und Mühen gescheut und der Mariengrotte neuen Glanz verliehen. Über 50 Arbeitsstunden und rund 1.000 EUR Materialkosten, welche vom Ortsverein und einigen KAB Mitgliedern übernommen wurden, steckten die Mitglieder in das Projekt. Die in der Grotte ausgestellten Figuren wurden gefasst und mit Blumenschmuck neu in Szene gesetzt. Eine eigens angefertigte Konstruktion mit Schautafeln gibt ab sofort die Möglichkeit sich über diesen besonderen Ort zu informieren, ein Kerzchen aufzustellen und den Gedanken freien Lauf zu lassen. In die Konstruktion integriert ist ebenso ein Büchlein, dass dazu einlädt eigene Wünsche und Gedanken zu hinterlassen.

 

Bild: M. Huber
Bild: M. Huber

Als kleine Anregung stellt der Ortsverein gerne ein Gebet bereit. Dieses finden Sie hier zum Herunterladen: Grotte_Gebet nach dem Entzünden einer Kerze_20210506

Wer mehr über die Geschichte des Ortes und der Grotte erfahren möchte, findet im Folgenden ein bisschen Lesestoff:  Grotte_Historie_tabellarisch_20210506

Weitere Informationen zum Glücksbaum Pfad und allen weiteren Erlebniswegen finden Sie hier