Das System Amazon: Allianz aus Gewerkschaft und Kirchen im Pressegespräch

Das System Amazon
Das System Amazon

Anlässlich des Vorhabens, dass Amazon sich am Flughafen Memmingerberg mit einem Logistikzentrum niederlassen möchte, luden VertreterInnen der Vereinte Dienstleistungsgesellschaft Ver.di, der Katholische Arbeitnehmerbewegung Memmingen – Unterallgäu, der Betriebsseelsorge Allgäu, sowie dem Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt der Evang.- Luth. Kirche in Bayern am 22. Februar zu einem Pressegespräch im digitalen Raum ein. Nach Ansicht dieser Allianz ist die Tatsache, dass das Grundstücksgeschäft nun zwischen Flughafen und Amazon statt­finden soll, kein Grund die Öffentlichkeit fortan auszuschließen. Die Allianz hofft so die öffentliche Diskussion der BürgerInnen zu beleben. Basis des Gesprächs bildete eine Infobroschüre, die Rechercheergebnisse ebenso wie Forderungen der Allianz beinhaltet. Die Borschüre (Das System Amazon) kann kostenlos heruntergeladen werden.

Ebenso am Gespräch teilgenommen hatte der Dekan der katholischen Kirche in Memmingen Ludwig Waldmüller. Er unterstützte das Vorhaben der Allianz, betonte jedoch, dass es für eine dauerhafte Veränderung und somit Verbesserung der Situation auf jede einzelne Person ankäme. Nur durch die individuelle Kaufentscheidung könne der regionale Handel gestärkt werden. Demzufolge entscheiden wir alle durch verantwortungsvollen Konsum, der nicht nur Bequemlichkeit, sondern auch moralische Grundsätze miteinbezieht.

Den Gewerkschafts- und Kirchenvertreterinnen war im Gespräch wichtig zu betonen, dass man Vorhaben, die Arbeitsplätze schaffen, per se begrüße. Entscheidend dabei sei es allerdings arbeitspolitische Entwicklungen, sowie die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten nicht zu vergessen.

Hier geht’s zur Broschüre Das System Amazon

 

(Bildquellen finshots.in/infographic/amazon-is-at-war-with-everyone)

Das Lieferkettengesetz kommt!

Die internationalen Lieferketten müssen nun gut kontrolliert werden

Die KAB Deutschlands begrüßt die Einigung von SPD, CDU und CSU für ein Lieferkettengesetz. „Unser politischer Druck hat Erfolg gezeigt. Endlich ist ein erster Schritt für menschenwürdige Arbeitsbedingungen entlang der weltweiten Produktions- und Wertschöpfungsketten getan“, erklärt Stefan-B. Eirich, Bundespräses der KAB Deutschlands

Verantwortung für menschenwürdige Arbeit

Quelle: KAB Deutschland e. V.
Quelle: KAB Deutschland e. V.

Der katholische Sozialverband bedauert, dass das Gesetz vorerst nur Unternehmen mit über 3000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter die gesetzliche Sorgfaltspflicht stellt und erst ab Januar 2024 deutsche Unternehmen mit tausend Beschäftigten unter das Lieferkettengesetz fallen. „In einer global aufgestellten Wirtschaft wie in Deutschland müssen natürlich auch Unternehmen mit 500 Beschäftigten, die weltweit produzieren in die Verantwortung für Menschen- und Arbeitnehmerrechte genommen werden“, fordert Bundespräses Eirich.

Geplante Kontrollen umsetzen

Das Verbot von Kinderarbeit, Vereinigungsfreiheit, Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, gerechter Lohn sowie gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit und Umweltstandards dürften nicht von Unternehmensgrößen abhängig gemacht werden. „Menschenrecht sind unteilbar und bedürfen unser aller Verantwortung“, so Stefan Eirich. Die KAB fordert daher, das Gesetz durch verstärkte unabhängige Kontrollen wirksam werden zu lassen.

Deutschland Vorreiter für Europa

Die KAB Deutschlands appelliert an die Bundesregierung den jetzigen Gesetzesentwurf nachzubessern und sich für eine zivilrechtliche Haftung von Unternehmen auch auf europäischer Ebene einzusetzen. „Deutschland muss in Sachen Menschen- und Arbeitsrechte Vorreiter sein“, so der KAB-Bundespräses.

Unser Bildungsprogramm 2021

KAB_BW-Programm_2021Als Berufsverband mit sozialpolitischer Zielsetzung macht sich die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) auch in Zeiten der Pandemie stark für die Interessen ihrer Mitglieder in Politik, Gesellschaft und Kirche.
Wir bieten Ihnen in unserem Bildungsprogramm

  • … Seminare, Diskussionsmöglichkeit, Gesprächsrunden und Fachleute zu aktuellen Themen
  • … Gemeinschaft mit Gleichgesinnten, die sich für soziale Gerechtigkeit einsetzen
  • … Individuelle Beratung und persönliche Unterstützung bei arbeits- und sozialrechtlichen Fragen
  • … Kontakte, Gespräche, Fahrten, Feiern, spirituelle Angebote, Aktionen.

 

Hier geht’s zum Programm

Startschuss für die neue Podcastreihe der Betriebsseelsorge

Podcast_Dorothee

Ab heute ist der neue Podcast der Betriebsseelsorge der Diözese Augsburg „Ohne Sonntag gibt’s nur noch Werktage“ online. Bis März erscheint nun jede Woche eine neue Folge in der uns die Betriebsseelsorger*innen ihren Blick zum Thema Sonntagsschutz nahe bringen. Dabei erzählen sie nicht nur aus fachlichen Perspektiven, sondern lassen uns auch an ihren ganz persönlichen Erfahrungen und Gedanken teilhaben.

Den Anfang macht Dorothee Schindler, unsere Betriebseelsorgerin aus dem Allgäu.

Und hier geht’s direkt zum Podcast. Viel Spaß beim hören! :)