KAB unterstützt Ver.di – Aktion zu Tarifverhandlungen im Handel

Kämpfen zusammen für faire Löhne im Handel!

Dem Ruf der Gewerkschaft Ver.di folgend nahm die KAB Memmingen – Unterallgäu zusammen mit der Betriebsseelsorge im Allgäu am Freitag, den 25.06., an einer Aktion zu den Tarifverhandlungen im Handel auf dem Schrannenplatz in Memmingen teil. Zahlreiche Mitarbeiter*Innen aus dem Handel waren gekommen um ihren Unmut aus dem vorgelegten Angebot der Arbeitgeber Ausdruck zu verleihen. Die Ver.di Gewerkschaftssekretärin Manuela Karn informierte darüber, dass demnach die Arbeitgeberseite konkret für 2021 nach zwei Nullmonaten eine Entgelterhöhung von nur 1,0 % anbot, erst in 2022 wolle man weitere 1,4 % und nach 24 Monaten bei einer Laufzeit von 36 Monaten 2,0 % geben. Dies sei nur als ein „unverschämtes“ Angebot zu bezeichnen.

Stellvertretend für die Betriebsseelsorge und die KAB sprach Dorothee Schindler den Mitarbeiter*Innen unsere Unterstützung aus. „Es kann nicht sein, dass die Arbeitgeber die Gewinne erhalten, die ihr erwirtschaftet habt“, so die Betriebsseelsorgerin.

Ebenso anwesend war Susanne Ferschl, die Bundestagsabgeordnete aus dem Wahlkreis Ostallgäu und stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. Sie solidarisierte sich ebenso mit den Beschäftigen des Handels und kritisierte, dass dieses Angebot nicht mal eine Reallohnsteigerung zur Folge hätte und so den direkten Weg in die Altersarmut ebnet.

Zum nächsten Verhandlungstermin am 29.06. erwartet man ein Angebot, dass den Einsatz der Mitarbeiter*Innen im Handel wertschätzt und ihnen den verdienten Respekt entgegen bringt. Unterstütze auch DU das Vorhaben und sorge dafür, dass aus dem „Klatschen keine Klatsche“ wird.

Weitere Infos findest du hier: Tarifinfo4_21_EH_06_07_03

Neues aus dem Diözesanverband: Auseinandersetzung mit Caritas-Direktor Dr. Magg endete konstruktiv

csm_Caritas_Pflege_Gespraech_Dr._Magg_06.2021_762137f4e6KAB: geschäftsführende Diözesanverbandsleitung (DVL) trifft Caritas-Direktor – Konsens nach an-fänglichem Schlagabtausch

Zu einem Austauschgespräch aus Anlass der Weigerung der Caritas, einer Allgemeinverbindlichkeit  zu einem Tarifvertrag in der Altenpflege zuzustimmen, kam es kürzlich in Augsburg. Die geschäftsführende DVL der KAB Augsburg kam mit Diözesan-Caritasdirektor Dr. Andreas Magg in einer virtuellen Konferenz zusammen. Nach anfänglicher Kritik konnte bald der Konsens wiederhergestellt werden.

Auf Einladung von Diözesanpräses Georg Steinmetz fand das Treffen des Vorstands der KAB Augsburg mit Diözesan-Caritasdirektor Dr. Magg statt. Nachdem es im Vorfeld zu Unstimmigkeiten gekommen war, freute sich dieser, dass es nun zu einem direkten Austausch komme. Diözesansekretär Peter Ziegler betonte den Anspruch des Verbands, für eine angemessene Entlohnung der Beschäftigten in der Pflege einzutreten. Hierbei bezweifelte er die Position der Caritas, dass eine höhere Entlohnung als der des allgemeinverbindlichen Mindestlohns als „unwirtschaftlich“ bewertet und daher nicht refinanziert würde. Dr. Magg betonte den Einsatz der Caritas für die eigenen Beschäftigten, die sich mit dem vorgeschlagenen Tarifvertrag schlechter gestellt hätten. Zudem verwahrte er sich gegen den Eingriff des Staates in die Tarifautonomie. Er bedauerte, dass die Gewerkschaft ver.di sich der Mitarbeit im Dritten Weg verweigern würde. Dies sei einer der Hintergründe, weshalb der Konflikt im März derart hochgekocht sei.

Aufgrund der aktuell neuen Rahmenbedingungen fragte Ziegler nach der Einschätzung, inwieweit die Vorlage aus dem Hause Spahn nach Einschätzung von Herrn Dr. Magg dazu führen könnten, dass neue Gefälligkeits-Tarifverträge entstehen könnten. Dieser schätzte die Gefahr als eher gering ein. Darüber hinaus sei es dringend geboten, den Eigenanteil der Pflegebedürftigen zu begrenzen, denn eine Lohnerhöhung auf der einen Seite hätte zwangsläufig eine Kostensteigerung bei den Pflegebedürftigen zur Folge.

In der Folge kam man überein, das Thema Pflege einmal grundsätzlicher angehen zu müssen – es brauche eine gesellschaftliche Debatte darüber, was Pflege eine Gesellschaft kosten dürfe. Hier sei ein Mix verschiedener Versorgungsformen dringend geboten. Auch müsse ein Pflegeheim sein immer noch negatives Image in der Gesellschaft verlieren. Es wurde beschlossen, nach der Bundestagswahl wieder zusammenzukommen, um sich weiter diesem Thema zu widmen. Dann seien nicht nur die Ohren der politisch Verantwortlichen offen, sondern es gebe auch die Bereitschaft, etwas anzugehen…

Neues aus dem Bundesverband: Statement zu Spahns Pflegereform

Tarifbindung in der Pflege muss auch bessere Vergütung beinhalten

 

Bild: pixabay.com, David Mark
Bild: pixabay.com, David Mark

„Pflegekräfte und Pflegende haben mehr verdient, als nur einen angemessenen Lohn“, betont Andreas Luttmer-Bensmann. Der Bundesvorsitzende der KAB Deutschlands begrüßt, dass Gesundheitsminister Jens Spahn mit dem Versorgungs-Weiterentwicklungsgesetz auch die Tarifbindung für die etwa 30.000 Pflegeheime und Pflegedienste einführen will.

„Der Druck von Gewerkschaften und Arbeitnehmerbewegungen hat endlich dazu geführt, dass kurz vorm Ende der Legislaturperiode in Berlin die notwendigen Hausaufgaben gemacht werden und nicht nur unverbindlich Beifall geklatscht wird“, so der Bundesvorsitzende.

Wettbewerb in der Pflege und den Pflegeeinrichtungen müsse laut KAB die Qualität erhöhen und darf nicht zu schlechterer Versorgung und schlechteren Arbeitsbedingungen führen. Mit der jetzt vorliegenden Tariftreueregelung und dem Ziel einer besseren Personalausstattung sowie der Bezuschussung der Eigenanteile haben SPD und Union das Problem endlich erkannt. Wichtig sei es, so Luttmer-Bensmann, dass bundesweite Flächentarife mit fairen Löhnen wie der ausgehandelte Altenpflegetarif angewendet werden und es keine regionalen Abschlüsse geben darf. Als unausgereift bezeichnet der KAB-Bundesvorsitzende die Finanzierungspläne von CDU-Gesundheitsminister Spahn. „Es darf keine Pflege nur für Gutverdienende geben. Zu Pflegende und Angehörige brauchen eine klare Ansage zu den Kosten“, so die KAB. Statt prozentual gestaffelter Zuschüsse bräuchten die Betroffenen eine kalkulierbare Deckelung der Eigenanteile.

Spahn vergisst die pflegenden Angehörigen

Kritik übte die KAB Deutschlands auch an der ambulanten Versorgung. Immer noch werden gut neunzig Prozent zu Hause von Angehörigen gepflegt. „Der Gesundheitsminister hat mit seinen Pflegereformplänen die Millionen pflegenden Angehörigen vergessen“, beklagt Luttmer-Bensmann. Die KAB fordert eine Aufwertung der häuslichen Pflege und eine Anhebung des Pflegegeldes für Angehörige.

(Quelle: KAB Deutschland e.V.)

KAB auf Lukas‘ Spuren: In Bewegung – in Begegnung Gemeinsam unterwegs mit Gottes Wort

Heade_Bibelwochen

Bibelwochen in Memmingen vom 23. Mai – 13. Juni 2021

„Lassen wir uns von Gottes Wort „in Bewegung und in Begegnung“ bringen!“ Dazu ruft die Cityseelsorge Memmingen auf. Die KAB folgt diesem ruf nur zu gern und bietet eine dafür eigens zusammengestellte Schnitzeljagd an.

Von Reichtum und Armut – Mit dem Evangelist Lukas auf Schatzsuche durch Memmingen. Auf einer Schnitzeljagd für „Klein und Groß“ durch Memmingen wollen wir dich einladen Fragen zu „Geld – Gott – Gerechtigkeit“ im Kontext des Lukasevangeliums näher zu kommen. Das Evangelium von Lukas enthält spannende Punkte zum Thema „Reichtum und Armut“, die in unserer Zeit nicht an Wichtigkeit verloren haben und die es zu entdecken gilt. Du wirst sehen, es lohnt sich. Lasse dich auf eine Stadterkundung der besonderen Art ein. Unterwegs löst Du immer wieder Rätsel, um den nächsten Weg zu finden. Zu jeder Station erhältst du eine Info-Karte, die du auch im Nachhinein jederzeit nutzen kannst. Das Material wird nach Anmeldung mit der Post zugesandt.Anmeldung mit Name und Kontaktdaten bis spätestens 31. Mai 2021 im Büro der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (Waldhornstr. 20, 87700 Memmingen, 08331 82894 oder buero.memmingen@kab-augsburg.org)Ansprechpartnerinnen: Myriam Grammer, KAB-Referentin, Dorothee Schindler, Betriebsseelsorgerin

Das ist aber nur eins von vielen weiteren Angeboten der Aktionswochen. Mehr Infos findest du hier.

Bild: https: Cityseelsorge Memmingen