Bildquelle: KAB Erkheim
Der Sonntag bringt unseren Alltag wieder ins Gleichgewicht. (Bildquelle: Josef Huber)

Am 01. August stand in Erkheim alles unter dem Zeichen des freien Sonntags. Der Gottesdienst fand unter der Leitung von Pfarrer Ralf Czech statt und wurde von der Betriebsseelsorgerin Dorothee Schindler unterstützt. Aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse wurde der Gottesdienst in der Kirche in Erkheim abgehalten und nicht wie traditionell, üblich in der Kapelle im Knaus. Dennoch erfreute sich der Ortsverband eines sehr großen Zulaufs. Für eine Musikalische Umrahmung sorgte eine Bläsergruppe aus Günz.

Um darzustellen, dass ohne Sonntag so einiges anders wäre, wurden zu Beginn Stimmen von Menschen vorgetragen, für die der Sonntag ein ganz anderer Tag ist als die restlichen 6 Werktage.

So hörten die Gottesdienstbesucher unter anderem, dass man in der Woche einen straffen Terminplan habe und dass der Tag getacktet ist: „In die Arbeit, danach die Kleine vom Kindergarten holen, kochen, dann ist Zeit für den Sport und abends treffe ich mich dann noch mit meinen Vereinskollegen. Sonntags ist das anders…“

Auch fühle sich so manch einer wie eine Marionette. „Jeder gibt Termine und Zeiten vor, ob in der Arbeit oder in der Freizeit, ob es die eigenen sind oder die Termine der Kinder und der Ehefrau. . Sonntags ist das anders…“

Dargestellt wurden diese Schilderungen mit Bildkarten, die nach und nach in die Waagschale einer großen Waage gelegt wurden. Sinnbildlich stehend für das Gewicht, welches uns in der Woche belastet.

Doch am Sonntag ist das anders…In der Predigt folgte dann die Schilderung, warum der Sonntag so wichtig ist um dieses Ungleichgewicht an der Waage wieder auszugleichen. Dargestellt durch ein Brot wurde die Bedeutung des Sonntags als wichtiger Bestandteil dessen, was wir zum Leben brauchen aufgeführt. Der Sonntag gibt uns Zeit für Ruhe und Entspannung. An diesem Tag herrscht ein anderer Rhythmus und wir können mit unseren Freunden, unserer Familie zusammen sein und Zeit für Gott finden.

Zum Abschluss richtete Josef Huber der KAB Erkheim noch einige Worte an die Anwesenden. Dabei betonte er, dass der Sonntag ein Tag sei, an dem wir alle gemeinsam ein paar Gänge herunterschalten können. Er ist der Meinung, dass wir diesen verlässlichen gemeinsamen Tag brauchen. Allerdings sei dieser Tag in Gefahr. „Sogar die Partei mit dem „C“ im Namen, die bisher den Sonntag nicht angetastet hat, will nun den Anlassbezug zur Sonntagsöffnung wegnehmen.“ Daher lud er alle Anwesenden ein nach dem Gottesdienst mit den Mitgliedern der KAB über diese Themen und deren Ziele ins Gespräch zu kommen und bat um Unterstützung. Denn man erreiche nur etwas, wenn wir eine starke Gemeinschaft sind.

Aus diesem Grund tritt die KAB für dessen Fortbestand ein und kämpf dafür, dass er uns als freier Tag erhalten bleibt.

 

(Myriam Gammer, KAB Bildungsreferentin)

Sonntag, Tag des Herrn – die KAB Erkheim – Günztal gestaltet Gottesdienst zum Thema „Freier Sonntag“